Insektenparadies

Der Garten – ein Insektenparadies

Beim „Auswintern“ des Gemüsegartens stellte Alexandra im März fest, dass sich auf drei Beeten zahlreiche Stauden von alleine ausgebreitet hatten, so z.B. die Königskerze, die sich im Vorjahr fleissig versamt hat und nun, im zweiten Jahr, sehr viel Raum eingenommen hat. Dazu gesellte sich der Ziest, das Mutterkraut, und es war schon im Frühjahr absehbar, dass auch der Borretsch und viele (Un-)kräuter wieder wuchern werden, vom Giersch, der im milden Winter fröhlich alles durchgewurzelt hatte, ganz zu schweigen. Ganz heimlich verbreiteten sich die Walderdbeeren unter den Stauden mit einer Unmenge an Ausläufern.

Was tun? Alles ausreissen und umgraben, nur um dann die anfälligen Gemüsepflanzen den ganzen Sommer über gegen Trockenheit und Schädlinge zu schützen? Oder sich daran freuen, was ganz von alleine bestehen kann, darunter auch einige ergiebige Wildgemüse wie Melde und den oben genannten Giersch?

So entschloss sie sich dazu, nur zwei Beete, die im vorigen Jahr gut Ertrag gebracht hatten und nun ziemlich brach dalagen, einigermassen von Gierschwurzeln zu befreien und umzugraben. Auf den anderen Beeten setzte sie in die Lücken Kartoffeln, säte Kürbis und Bohnen und war gespannt auf das Resultat.

Jetzt, anfangs Juli, ist der Garten ein wahres Insektenparadies und auch eine Augenweide. Die Kartoffeln, Kürbise und Bohnen konnten sich einigermassen behaupten und wachsen zwischen den blühenden Stauden, den kultivierten und den wilden, empor. Käfer, Wildbienen, Hummeln, Schwebfliegen, Falter und auch unsere Honigbienen finden ein reiches Nahrungsangebot, und damit auch die Vögel, die auf eiweissreiche Nahrung für ihre Jungen angewiesen sind.

Alexandra freut sich bei jedem Rundgang durch den wuchernden Garten über neu entdeckte Wilbienen- oder Käferarten, über schon lange nicht mehr gesichtete Schmetterlinge – und auch, dass der Boden einigermassen feucht bleibt, weil er so gut bedeckt und beschattet wird.

Die beiden kultivierten Beete zeigen sich ganz unterschiedlich. Auf einem wachsen die gesäten Kohl-, Salat- und Mangoldarten sehr gut, auf dem anderen kämpfen ein paar mickrige Ackerbohnen ums Überleben. Vielleicht entwickelt sich die Nachsaat etwas besser.

Unseren Gemüsebedarf decken wir jedenfalls durch die zahlreichen Hochbeete, die reichen Ertrag versprechen. Insbesondere der mit der Komposterde eingebrachte Wildspinat, die Melde, ernten wir seit einigen Wochen in grosser Menge. Und wir freuen uns immer wieder aufs Neue an der vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt in unserem „Gartenparadies“.

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